Häufige Fragen zu HPV

Fakten und Informationen über HPV

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Was ist HPV?

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Das auch als HP-Virus bekannte humane Papillomvirus ist ein häufiges Virus, das die Haut und Schleimhäute befällt. Es gibt mehr als 150 verschiedene HPV-Typen. Klicken Sie hier, um eine vergrößerte, farbverstärkte Abbildung eines HP-Viruspartikels zu sehen.

Die HPV-Typen, die gewöhnliche Warzen verursachen, wie sie an Händen und Füßen auftreten, werden durch Hautkontakt übertragen. Daneben können diese gewöhnlichen Warzen auch durch die Verwendung von Handtüchern oder anderen Gegenständen gemeinsam mit einer Person, die Warzen hat, übertragen werden.

Etwa 30 HPV-Typen werden ausschließlich durch direkten Genitalkontakt übertragen. Diese "genitalen" HPV-Typen sind entweder: 1) vom "Hochrisiko"-Typ – was heißt, dass sie bestimmte Krebsarten verursachen können (hauptsächlich Gebärmutterhalskrebs), wenn die Infektion bestehen bleibt, oder 2) vom "Niedrigrisiko"-Typ – womit gemeint ist, dass sie nicht mit Krebs in Verbindung stehen, aber Genitalwarzen verursachen können. Solange bei Ihnen keine Zellveründerungen oder Genitalwarzen auftreten, ist ein Test die einzige Möglichkeit, zu erfahren, ob Sie eine HPV-Infektion haben.

Hinweis: Wenn auf dieser Website von "HPV" die Rede ist, sind speziell die HPV-Typen gemeint, die durch Genitalkontakt übertragen werden.

Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Typen des HPV-Virus



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Wie häufig sind HPV-Infektionen?

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Eine Infektion mit dem HP-Virus ist so häufig wie eine ganz normale Erkältung. Die amerikanischen CDCs (Centers for Disease Control and Prevention = "Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention") haben berichtet, dass sich 80 % aller Frauen – und 50 % aller Männer und Frauen zusammengenommen – irgendwann in ihrem Leben mit einem Typ "genitales" HPV infizieren. Die meisten dieser Infektionen verschwinden jedoch oder werden vom Körper innerhalb von ein bis zwei Jahren unter Kontrolle gebracht, ohne dass Probleme auftreten oder eine Behandlung erforderlich ist.



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Wie bekommt man eine HPV-Infektion?

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Die HPV-Typen, die Genitalwarzen, abnormale Zervixzellen (sog. Dysplasie) und/oder Gebärmutterhalskrebs verursachen, werden beim Sex oder intimen Hautkontakt (Genitalkontakt) übertragen. Sie werden nicht über das Einatmen von Luft, das Berühren von Gegenständen wie z. B. Türgriffen oder durch Händeschütteln weitergegeben.

Kondome bieten einen gewissen Schutz. Sie können Infektionen jedoch nicht vollständig verhindern, da sie nicht alle Bereiche der Genitalregion abdecken. Das Risiko einer HPV-Infektion ist zwar erhöht, wenn man mehrere Sexualpartner hat, es ist aber durchaus möglich, das Virus von nur einer einzigen Person zu bekommen. Auch sollten sich Frauen, die jahrelang nur einen Sexualpartner hatten, vorsorglich auf abnormale - also veränderte - Zellen untersuchen lassen, aus denen sich Gebärmutterhalskrebs entwickeln könnte. HP-Viren sind in den Zervixzellen möglicherweise über Monate oder viele Jahre versteckt ("schlafend") vorhanden. Im "schlafenden" Zustand ist das Virus inaktiv und kann durch keinen Test nachgewiesen werden. Es breitet sich dann nicht weiter aus und verursacht auch keine Probleme. Die Infektion kann jedoch vielleicht durch Veränderungen im Immunsystem des Körpers "wieder aufflammen". Es ist nicht möglich festzustellen, wann genau und bei wem Sie sich mit HPV infiziert haben.



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Unterscheidet sich HPV von anderen durch Geschlechtsverkehr übertragenen Krankheiten wie z. B. Herpes und HIV?

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Das HP-Virus wird häufig mit anderen durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Infektionen und Krankheiten wie etwa Herpes und HIV verwechselt. HPV ist anders, obwohl es mit diesen und anderen sexuell übertragenen Erkrankungen zusammen auftreten kann.

Merken Sie sich folgende Fakten:

  • Genitale HPV-Infektionen sind sehr häufig und betreffen bis zu 80 % aller Frauen unter 50 Jahren.
  • HPV selbst ist keine Krankheit. Die meisten Infektionen verschwinden oder werden vom Körper unterdrückt, ohne Symptome oder Gesundheitsprobleme zu verursachen.
  • Es gibt keine Behandlung für eine HPV-Infektion selbst, sondern nur für abnormale Zellen, die bei einer lange andauernden Infektion entstehen können.
  • Es gibt derzeit keinen HPV-Test für Männer und es ist unmöglich festzustellen, bei wem und wann Sie sich infiziert haben.
  • Die medizinische Forschung nimmt an, dass Sie nach Kontakt mit einem bestimmten HPV-Typ dagegen immun werden und von diesem nicht erneut infiziert werden können.
  • Daher besteht kein Anlass zur "Nachverfolgung Ihrer Partner". Inwieweit Sie mit Ihrem Partner über Ihre HPV-Testergebnisse sprechen, ist Ihre persönliche Entscheidung.

Wenngleich alle durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Infektionen oder Krankheiten unterschiedlich sind, können sie manchmal gemeinsam auftreten und sich gegenseitig verstärken. So sind z. B. Frauen, deren Immunsystem durch HIV/AIDS geschwächt ist, stärker gefährdet, eine Zervixerkrankung durch HPV zu entwickeln.



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Kann man sich beim Oralverkehr mit HPV infizieren?

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Diese Frage wird derzeit noch untersucht. Einige Studien fanden heraus, dass 25-35 % der oralen Krebsarten (Mund und Rachen) mit Hochrisiko-HPV-Typen in Verbindung stehen. Angesichts der weiten Verbreitung von Oralverkehr sind jedoch Läsionen durch orale Krebsarten in Verbindung mit HPV sehr selten. Die Übertragung von HPV durch Oralverkehr wird als selten angesehen.



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Können sich Lesben mit HPV infizieren?

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Ja. Neben Geschlechtsverkehr kann HPV auch durch Genital-Genital-, Finger-Vaginal- oder Finger-Anal-Kontakt übertragen werden. (Die Bedeutung von vaginalen Sexspielzeugen ist nicht geklärt. Es gibt jedoch Spekulationen, nach denen die Übertragung von HPV erleichtert werden kann, wenn ein Hilfsmittel zunächst von einer und dann einer anderen Person verwendet oder zwischendurch nicht gereinigt wird.) Wenn eine der Frauen jemals Sex oder Intimkontakt mit einem Mann hatte, könnte sie schon eine HPV-Infektion haben und das Virus auf ihre Partnerin übertragen. Dies ist sogar dann möglich, wenn seit dem Kontakt mit einem Mann viele Jahre vergangen sind. Es gibt auch einige Berichte von HPV-bedingten Zervixerkrankungen bei Frauen, die nie zuvor sexuelle Beziehungen mit Männern hatten. Dies ist jedoch seltener als bei Lesben, die frühere Sexualkontakte mit Männern hatten.



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Können sich auch Männer mit HPV infizieren?

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Männer können sich genauso wie Frauen mit dem HP-Virus infizieren. Männer haben genau wie Frauen normalerweise keine Symptome, es sei denn, das HP-Virus beginnt, abnormale Veränderungen der Hautzellen zu verursachen. Obwohl die HPV-Infektion mit Penis- und Anuskrebs in Verbindung gebracht wurde, sind diese Krebsarten bei Männern jedoch sehr selten. Aus diesem Grund und weil eine passende, zuverlässige Art der Probenentnahme männlicher Hautzellen im Genitalbereich, die den Nachweis von humanen Papillomviren ermöglichen würde, erst noch gefunden werden muss, gibt es derzeit keinen zugelassenen HPV-Test für Männer.

Falls Sie oder ein Ihnen nahe stehender Mann eine Frage über HPV haben, besuchen Sie die den Abschnitt "Was Männer über HPV wissen müssen" dieser Website.



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Wie können Sie feststellen, ob Sie eine HPV-Infektion haben? Verursacht HPV irgendwelche Symptome?

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Meistens verursachen die genitalen HPV-Typen keinerlei Symptome. Normalerweise verschwindet die Infektion oder wird vom Körper unterdrückt, bevor es zu Problemen kommt. Manchmal bleibt die Infektion jedoch bestehen und führt zur Entstehung abnormaler - also veränderten - Zellen. Im Falle von (möglicherweise krebserregenden) "Hochrisiko"-HPV-Typen ist eine Vorsorgeuntersuchung mit Pap-Test und HPV-Test (wenn Sie 30 oder älter sind) der einzige Weg, um herauszufinden, ob Sie mit HPV infiziert sind, bevor sich Gebärmutterhalskrebs ausbildet. Indem andauernde Infektionen relativ früh in der Entwicklung diagnostiziert werden, können abnormale Zellen entdeckt und entfernt werden, bevor sie krebsartig werden. Dies ist der Grund, weshalb regelmäßige Untersuchungen auf eine HPV-Infektion so wichtig sind.

Gebärmutterhalskrebs kann sich durch folgende Symptomen bemerkbar machen:

  • ungewöhnlicher Scheidenausfluss oder Blutungen (besonders nach Geschlechtsverkehr)
  • Schmerzen im unteren Rückenbereich
  • schmerzhaftes Urinieren (insbesondere bei Schmerzen im Unterbauch)
  • Schmerzen beim Sex

Warnhinweis: Diese Symptome können viele Gründe haben. Sie bedeuten nicht unbedingt, dass Sie Gebärmutterhalskrebs haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines dieser Symptome haben.

Der einzige Weg herauszufinden, ob Sie einen "Niedrigrisiko"-HPV-Typ haben, ist auf die Ausbildung von Genitalwarzen zu warten, die dann behandelt werden können. Obwohl es einen Test für Niedrigrisiko-HPV-Typen gibt (unabhängig vom Test auf Hochrisiko-HPV), wird dessen routinemäßiger Einsatz von medizinischen Fachleuten nicht empfohlen – und normalerweise von den Krankenversicherungen nicht bezahlt. Der Grund ist, dass nichts gegen Niedrigrisiko-HPV-Infektionen unternommen werden kann, bevor sich Warzen entwickeln.



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Müssen Sie sich schuldig fühlen oder Ihren Partner verantwortlich machen, wenn bei Ihnen eine HPV-Infektion festgestellt wird?

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Frauen fühlen oft eine Vielzahl von Emotionen, wenn bei Ihnen eine HPV-Infektion oder eine Zervixerkrankung aufgrund von HPV diagnostiziert wurde: Verwirrung, Angst, Unsicherheit, Scham (weil die Krankheit durch Geschlechtsverkehr übertragen wird) und sogar Wut (möglicherweise auf ihren Ehemann oder Partner) sind dann keine seltenen Gefühle. Alle diese Emotionen sind natürlich, können aber durch Informationen und die Unterstützung anderer Frauen verarbeitet oder sogar ganz überwunden werden. Lesen Sie deshalb über den "Umgang mit der Nachricht, dass Sie HPV haben".



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Sollten Sie Ihrem/n Sexualpartner(n) mitteilen, dass bei Ihnen eine HPV-Infektion festgestellt wurde?

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Wenn Sie auf HPV getestet wurden und eine Infektion diagnostiziert wurde, ist es Ihre eigene, ganz persönliche Entscheidung, ob Sie mit Ihrem Partner darüber sprechen wollen. Die meisten Erwachsenen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit einem oder mehreren Typen von HPV. Es ist wahrscheinlich, dass Ihr Partner bereits zum Zeitpunkt der Feststellung Ihrer Infektion Kontakt mit HPV gehabt hat. Außerdem kann unmöglich sicher gesagt werden, von wem Sie das HP-Virus zuerst bekommen haben. Sie könnten die zwischenzeitlich "schlafende" (versteckte) Infektion in einer Monate oder Jahre zurückliegenden Beziehung bekommen haben.

Es gibt derzeit keinen zugelassenen HPV-Test für Männer. Es gibt daher keine Möglichkeit, festzustellen, ob Ihr Partner das Virus hat. Glücklicherweise sind schwerwiegende HPV-bedingte Gesundheitsprobleme bei Männern relativ selten. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter Gespräch mit Ihrem Partner und "HPV-Informationen für Männer auf unserer Website.



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Wie kann eine HPV-Infektion behandelt werden?

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Es gibt keine Medikamente, die bei einer HPV-Infektion eingesetzt werden könnten. Glücklicherweise verschwindet die Infektion wieder oder wird vom Körper auf einer niedrigen Stufe unterdrückt, ohne dass es zu Problemen kommt. Besteht die Infektion jedoch weiter, können nur die dabei gebildeten abnormalen Zellen behandelt werden. Zum Beispiel gibt es eine Behandlung von Genitalwarzen mit Gels, Cremes, Laser oder anderen Technologien. In ähnlicher Weise können präkanzeröse Zellen (also Krebsvorstufen) am Gebärmutterhals durch chirurgische Verfahren wie z. B. LEEP (eine Technik, die elektrische Energie einsetzt) oder Lasertherapie entfernt werden. Wenn sich bereits ein invasiver Gebärmutterhalskrebs entwickelt hat, sind meistens eine Gebärmutterentfernung und Chemotherapie erforderlich.

Da es für die Infektion selbst keine Behandlung gibt, ist die frühzeitige Entdeckung und Behandlung veränderter Zellen die wirksamste Methode, um Komplikationen zu vermeiden, bevor diese krebsartig werden. Deshalb ist es so wichtig, zur Vorsorge regelmäßige Pap-Abstriche und – wenn eine Frau 30 Jahre oder älter ist – den HPV-Test durchzuführen. Jüngere Frauen bekommen mit hoher Wahrscheinlichkeit HPV; bei Frauen dieser Altersgruppe entwickelt sich aber sehr selten Gebärmutterhalskrebs. Jenseits der 30 werden HPV-Infektionen zwar seltener, sind aber mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bereits seit langem vorhanden und haben daher abnormale Zellen verursacht. Mit einer frühzeitigen Behandlung präkanzeröser Zellen kann Gebärmutterhalskrebs verhindert werden, bevor er sich entwickeln kann.



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Wie wahrscheinlich ist es, Gebärmutterhalskrebs zu bekommen, wenn Sie eine HPV-Infektion haben?

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In den meisten Fällen wehrt das körpereigene Immunsystem das Virus ab oder unterdrückt es, bevor sich die Schleimhautzellen verändern, also abnormale Zellen entstehen.

Nur wenn Hochrisiko-HPV-Typen über längere Zeiträume "aktiv" bleiben, steigt das Risiko der Entwicklung abnormaler Zellen, die sich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können, deutlich an.

Insgesamt wird geschätzt, dass Frauen mit einer lange andauernden Infektion durch ein "Hochrisiko"-HPV mit mehr als 200 Mal höherer Wahrscheinlichkeit eine präkanzeröse Zervixerkrankung entwickeln als Frauen ohne eine solche Infektion.



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Kann das HP-Virus noch andere Krebsarten außer Gebärmutterhalskrebs verursachen?

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Gebärmutterhalskrebs ist das bei weitem größte Problem. "Hochrisiko"-HPV-Typen wurden auch mit weniger verbreiteten Krebsarten von Vulva, Vagina, Anus und Penis in Verbindung gebracht.

Außerdem wiesen einige Forschungsarbeiten auf eine Verbindung zwischen "Hochrisiko"-HPV-Typen und anderen Krebsarten wie z. B. Mundkrebs (Mund- und Rachenraum) hin. Diese anderen HPV-bedingten Krebsarten werden jedoch immer noch untersucht und als relativ selten angesehen.



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Was können Sie zum Schutz vor HPV und seinen Folgen unternehmen?

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Im Jahre 2006 hat die Food and Drug Administration (FDA) der USA den ersten Impfstoff zum Schutz gegen vier HPV-Typen zugelassen: zwei Typen, die am häufigsten Gebärmutterhalskrebs verursachen, und zwei weitere, die die meisten Genitalwarzen verursachen. Die FDA der USA warnte jedoch davor, dass "Frauen keinen Schutz genießen, wenn sie bereits vor der Impfung mit den entsprechenden HPV-Typen infiziert waren, womit die Wichtigkeit der Immunisierung vor einem möglichen Kontakt mit dem Virus gezeigt wird". Mit anderen Worten: Der Impfstoff ist am wirksamsten, wenn er einer Frau vor dem ersten Sexualkontakt gegeben wird. Weitere Informationen finden Sie unter "Kurzinformationen: Der HPV-Impfstoff und seine Bedeutung für Sie."

Selbst geimpfte Frauen können immer noch mit einem der anderen, nicht vom Impfstoff abgedeckten HPV-Typen, infiziert werden. Deshalb und aus vielen anderen Gründen ist es sicher nicht falsch:

  • Kondome zu verwenden, wenn Sie nicht in einer monogamen Beziehung leben. Kondome bieten keinen vollständigen Schutz vor HPV, da sie nicht die gesamte Länge des Penis bedecken. Eine im The New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie bestätigte, dass die Verwendung von Kondomen das Risiko einer HPV-Infektion signifikant verringert. Außerdem schützen sie vor anderen Geschlechtskrankheiten wie z. B. HIV.
  • nicht zu rauchen, denn dies kann das körpereigene Immunsystem daran hindern, effektiv zu arbeiten.
  • zusätzlich ein Folsäurepräparat einzunehmen – wie für Schwangere empfohlen –, gemeinsam mit Ihrem Multivitamin-Präparat. Eine neue Studie kommt zum Ergebnis*, dass Frauen mit höheren Folat-Werten – einem B-Vitamin – weniger gefährdet sind, eine neue HPV-Infektion zu bekommen. Und wenn eine HPV-Infektion bereits vorhanden war, dauerte diese mit geringerer Wahrscheinlichkeit länger an.
  • die Zahl Ihrer Sexualpartner zu beschränken

* Piyathilake J. C., Cancer research 64 64, 8788-8793, December 1, 2004: Folate is associated with the Natural History of High-Risk Human Papillomaviruses



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Kann man HPV wieder loswerden, nachdem man sich infiziert hat? Oder hat man das Virus für immer?

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Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Die CDCs (Centers for Disease Control and Prevention = "Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention") der USA nehmen an, dass mehr als 90 % aller HPV-Infektionen vom Körper innerhalb von zwei Jahren "bereinigt" werden. Es ist jedoch nicht mit absoluter Sicherheit bekannt, ob der Körper das Virus tatsächlich im Ganzen los wird, oder – wie es zumindest bei manchen Frauen den Anschein macht – das Virus lediglich auf einem niedrigen, nicht nachweisbaren Niveau unterdrückt wird. Es ist möglich, dass abhängig von der betreffenden Frau beide Szenarien zutreffen können.

Die gute Nachricht ist, dass die HPV-Infektion, selbst wenn sie lediglich vom Körper unterdrückt wird und sich in geringer Zahl in den Zellen "versteckt", keine abnormalen Zellen verursachen. Das HP-Virus kann auch nicht auf eine andere Person übertragen werden, wenn sie sich in diesem nicht nachweisbaren Stadium befindet. Das Fazit: Ein negativer HPV-Test bedeutet, dass zumindest für die nächsten Jahre für Sie kein Risiko für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs besteht.

Es wird jedoch angenommen, dass sich alte HPV-Infektionen Jahre später, höchstwahrscheinlich aufgrund von Veränderungen in Ihrem Immunsystem, "reaktivieren" können. (Daher ist es so wichtig, Ihr Immunsystem gesund zu halten, indem Sie gesund essen, sich körperlich betätigen und nicht rauchen. Einige Fachleute glauben auch, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Folsäure hilfreich ist.) Mit jedem neuen Sexualpartner steigt das Risiko, sich mit einem neuen HPV-Typen zu infizieren. Sie sollten sich daher regelmäßig erneut testen lassen. Weitere Einzelheiten erklärt Ihnen Ihr Arzt. Weitere Informationen darüber, wie häufig Sie sich testen lassen sollten, finden Sie auf dieser Website unter "Die Bedeutung Ihrer Testergebnisse."

Wenn Sie wegen einer Zervixerkrankung behandelt werden, ist es außerdem ratsam, sich nach Abschluss der Behandlung erneut auf HPV testen zu lassen, um sicherzustellen, dass die Infektion wirklich verschwunden ist.



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Beeinträchtigt HPV die Entstehung einer Schwangerschaft?

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HPV hat keinen Einfluss auf die Möglichkeit, schwanger zu werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Diskussionsforum Fortpflanzungsmedizin.



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Kann eine Mutter mit HPV das Virus auf Ihr Kind übertragen?

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Es ist möglich, aber "selten", dass eine Mutter das HPV-Virus während der Geburt auf ihr Kind überträgt. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Centers for Disease Control and Prevention, CDC) der USA nehmen an, dass dies nicht häufiger als bei 1,1 Fällen je 100.000 Kinder vorkommt. In diesen extrem seltenen Fällen befindet sich die HPV-Infektion in den Atemwegen des Säuglings und kann zu warzenähnlichen Auswüchsen hauptsächlich am Kehlkopf führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind dann entscheidend.