HPV-Tests

Warum auf HPV testen?

Gebärmutterhalskrebs ist heute weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und betrifft global fast 500.000 Frauen pro Jahr, von denen immer noch 275.000 sterben. Nach Angaben der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID; www.gekid.de) wurden 2004 in Deutschland 6190 neue Fälle von invasivem Zervixkarzinom diagnostiziert, wobei 1660 Frauen an der Erkrankung starben. In Entwicklungsländern tötet Gebärmutterhalskrebs jedes Jahr ungefähr 200.000 Frauen.

Wenn eine Erkrankung des Gebärmutterhalses frühzeitig entdeckt wird, kann Krebs verhindert oder am wirksamsten behandelt werden. Das humane Papillomvirus (HPV) wurde jetzt als primäre Ursache von Erkrankungen und Krebs des Gebärmutterhalses erkannt. Mehr als 150 Typen von HPV wurden identifiziert, von denen etwa 30 auf den Genitalbereich abzielen. Genitale HPV-Typen werden eingeteilt in „Niedrigrisiko-Typen“, die Genitalwarzen verursachen können, oder in „Hochrisiko-Typen“, die mit CIN 2/3 und Krebs assoziiert sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Abschnitt über genitale HPV-Typen.

HPV kann durch DNA-basierte Tests exakt nachgewiesen werden. Der HPV-Test spielt eine entscheidende Rolle in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge für Frauen über 30, wenn das höchste Risiko für ein Zervixkarzinom besteht. Während die Zytologie häufig in der Lage ist, zelluläre Veränderungen zu finden, nachdem sich eine Erkrankung entwickelt hat, weist der Hochrisiko-HPV-Test den genetischen „Fingerabdruck“ des Virus nach, das CIN 2/3 und Krebs verursacht. Glücklicherweise werden viele Frauen, die das Virus haben, selbst damit fertig; nur bei Frauen mit persistierender Hochrisiko-HPV-Infektion besteht die Gefahr einer Entwicklung von CIN 2/3 oder Krebs. Die Früherkennung einer hochgradigen Zervixerkrankung und geeignete Nachuntersuchungen HPV-positiver Frauen können die überwiegende Mehrzahl invasiver Zervixkarzinome verhindern.