Kurzübersicht der HPV-Typen
Es gibt mehr als 150 Typen von HPV. Sie verursachen normalerweise keine Probleme. Falls doch, ist das häufigste Symptom die normale Warze, wie sie an Händen und Füßen zu finden ist.
Etwa 30 HPV-Typen werden durch Genitalkontakt verbreitet. Sie werden alle in der Reihenfolge ihrer Entdeckung durch eine Nummer identifiziert. Außerdem werden sie in zwei Gruppen eingeteilt:
„Niedrigrisiko“-Typen von HPV
Es gibt etwa 12 Typen von HPV, die als Niedrigrisiko-Typen bezeichnet werden, weil sie keinen Gebärmutterhalskrebs verursachen. Sie können jedoch Genitalwarzen oder geringfügige Zellveränderungen am Gebärmutterhals auslösen. Diese Niedrigrisiko-Typen von HPV werden durch die Nummern 6, 11, 40, 42, 43, 44, 53, 54, 61, 72, 73 und 81 gekennzeichnet. Die Typen 6 und 11 – die bei etwa 90 Prozent von Genitalwarzen vorkommen – sind die häufigsten.
„Hochrisiko“-Typen von HPV
Es gibt mehr als ein Dutzend Typen von Hochrisiko-HPV, die die Entstehung einer zervikalen intraepithelialen Neoplasie (CIN) auslösen können. Sie tragen die Nummern 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59 und 68. Die Typen 16 und 18 sind die gefährlichsten, da sie etwa 70 Prozent der Zervixkarzinome verursachen. In einer Studie fand das American National Cancer Institute heraus, dass bei etwa 10 Prozent der Frauen mit HPV-Typ 16 oder 18 innerhalb von drei Jahren eine CIN 3 entsteht (verglichen mit nur 4 Prozent der Frauen mit einem beliebigen Typ von HPV), und 20 Prozent zeigten diese Erkrankung innerhalb von 10 Jahren (verglichen mit 7 Prozent).
Der HPV-Impfstoff
Gegenwärtig sind Gardasil® und Cervarix® die HPV-Impfstoffe, die zum Schutz gegen die HPV-Typen 16 und 18 entwickelt wurden, die etwa 70 Prozent der Zervixkarzinome verursachen. Außerdem schützt Gardasil® gegen die zwei häufigsten Typen, die Genitalwarzen verursachen – 6 und 11.
Der digene HPV Test*
Der digene HPV Test ist der erste HPV-Test mit FDA-Zulassung und CE-Zeichen. Er weist nach, ob eine Patientin einen oder mehrere der 13 wichtigsten Hochrisiko-Typen des Virus hat. (Obwohl QIAGEN ebenso einen Test für Niedrigrisiko-Typen des HPV herstellt, wird dessen Routineanwendung nach medizinischen Richtlinien nicht empfohlen und von der Versicherung nicht bezahlt.)
* Der von der FDA zugelassene und mit dem CE-Zeichen versehene „digene HPV Test“ ist bei Laboren und Ärzten auch bekannt als „digene HC2 HPV-DNA-Test®“. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem QIAGEN-Produkt, das verschiedene Typen des Virus testet, die allgemein als „Niedrigrisiko-HPV“ bezeichnet werden und nicht in Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs stehen.