Primäres ergänzendes Screening (für Frauen ab 30)

Gründe für die Einbeziehung des digene HPV Tests in Ihr Zervixkarzinom-Screeningprogramm für Frauen

  • Epidemiologische Daten haben gezeigt, dass die Prävalenz von HPV bei Frauen im Laufe der Jahre allgemein abnimmt, wogegen die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs zunimmt.

  • Der Punkt, an dem sich HPV-Prävalenz und Zervixkarzinom-Inzidenz treffen, liegt bei einem Alter von 30 Jahren, was die Begründung für ein primäres ergänzendes Screening (HPV + Pap) bei Frauen über 30 unterstützt.

  • Die Identifikation von Hochrisiko-HPV-DNA in dieser Altersgruppe signalisiert mit höherer Wahrscheinlichkeit eine persistierende Infektion und ein erhöhtes Risiko einer Zervixerkrankung.

  • Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass Frauen über 30 mit normaler Zytologie, die positiv für Hochrisiko-HPV sind, ein 116 Mal höheres Risiko für die Entwicklung hochgradiger Läsionen haben als vergleichbare Frauen, die HPV-negativ sind. 1

     

    HPV- und Zervixkarzinom-Prävalenz
    National Cancer Institute SEER-Daten 1990-1994 und Melkert et al., 1993. Int J Canc 53:919.

  • Der digene HPV Test bietet Ärzten ein objektives Verfahren zur Feststellung des Risikos einer Frau, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

  • Bei alleiniger Verwendung kann ein Pap-Test eine Zervixerkrankung bei bis zu 35 Prozent der Fälle übersehen. Doch jeder Pap-Test in Kombination mit dem digene HPV Test* weist die Ursache von hochgradigen Erkrankungen und Krebs des Gebärmutterhalses mit einer Empfindlichkeit von bis zu 100 Prozent nach – und verhindert so falsch-negative Ergebnisse. 6 

  • In einer großen US-Studie betrug der negative Vorhersagewert bei der Kombination digene HPV Test/Pap-Test 99,21 Prozent für CIN 3 und Krebs.3

  • Bei Frauen mit persistierender Hochrisiko-HPV-Infektion entsteht mit 300 Mal höherer Wahrscheinlichkeit HSIL als bei Frauen ohne diese Infektion.5 

     

    Ein negativer HPV-Test und ein normales Pap-Testergebnis bieten Sicherheit, dass eine Frau keine hochgradige Erkrankung oder Krebs des Gebärmutterhalses hat und diese auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht innerhalb der nächsten drei Jahre auftreten.

    Klinische Daten legen nahe und Empfehlungen von ACOG, ACS, AMWA, NPWH und ARHP stellen fest, dass Frauen mit negativen Ergebnissen sowohl bei einem Pap-Test als auch dem digene HPV Test* für bis zu drei Jahre praktisch kein Risiko tragen, dass eine Erkrankung oder Krebs des Gebärmutterhalses entsteht.

  • Der zusammen mit einem Pap-Test verwendete digene HPV Test* ist empfindlicher und hat einen besseren negativen Vorhersagewert als jeder Typ von Pap-Test allein.

  • Diese Kombination hat sich in mehreren Studien als genauso zuverlässig bei der Beurteilung der Abwesenheit der Erkrankung wie drei aufeinanderfolgende, normale jährliche Pap-Tests erwiesen.7,8,9


Literaturangaben:

1 Melkert PW, Hopman E, van den Brule AJ, et al. Prevalence of HPV in cytomorphologically normal cervical smears, as determined by the polymerase chain reaction, is aged–dependent. Int J Cancer 1993; 53: 919–23.
2 ACOG Practice Bulletin No. 45, "Cervical Cytology Screening. Clinical Management Guidelines for Obstetrician–Gynecologists." August 2003.
3 Sherman ME, Lorincz A, Scott DR, et al. Baseline Cytology, Human Papillomavirus Testing, and Risk for Cervical Neoplasia: A 10–Year Cohort Analysis. J Nat Cancer Inst, 2003; 95 (1): 46–52.
4 Bory JP, Cucherousset J, Lorenzato M, et al. Recurrent Human Papillomavirus Infection, Detected with the Hybrid Capture II Assay, Selects Women With Normal Cervical Smears at Risk for Developing High Grade Cervical Lesions. A Longitudinal Study of 3,091 Women. Int J Cancer, 2002; 102, 519–525.
5 Clavel C, Masure M, Bory J-P, et al. Human papillomavirus testing in primary screening for the detection of high–grade cervical lesions: a study of 7932 women. Brit J Cancer, 2001; 89 (12): 1616–1623.
6 Saslow D, Runowicz C, Solomon D, et al. American Cancer Society Guideline for the Early Detection of Cervical Neoplasia and Cancer. CA Cancer J Clin, 2002; 52: 342–362.
7 Sherman ME, Lorincz A, Scott DR, et al. Baseline Cytology, Human Papillomavirus Testing, and Risk for Cervical Neoplasia: A 10–Year Cohort Analysis. J Nat Cancer Inst, 2003; 95 (1): 46–52
8 Clavel C, et al. Negative human papillomavirus testing in normal smears selects a population at low risk for developing high–grade cervical lesions. Brit J Cancer. 2004; 90:1803–1808.
9 Cuzick J, et al. Management of women who test positive for high–risk types of human papillomavirus: the HART study. LANCET. 2003; 362:1871–1876
10 Mayrand MH, Duarte-Franco E, Rodrigues I, Walter SD, Hanley J, Ferenczy A, Ratnam S, Coutlée F, Franco EL, Human Papillomavirus DNA versus Pananicolaou Screening Tests for Cervical Cancer. N. Engl. J. Med. 357(16):1579-88 (2007)
11 Ronco G, Segnan N, Giorgi-Rossi P, Zappa M, Casadei GP, Carozzi F, Dalla Palma P, Del Mistro A, Folicaldi S, Gillio-Tos A, Nardo G, Naldoni C, Schincaglia P, Zorzi M, Confortini M, Cuzick J. Human papillomavirus testing and liquid-based cytology: results at recruitment from the new technologies for cervical cancer randomized controlled trial. J Natl Cancer Inst. 98(11):765-74 (2006)
12 Cytyc package insert; ThinPrep® Imaging System Table 2.
13 Biscotti CV, Dawson AE, Dziura B, et al. Assisted primary screening using the automated ThinPrep imaging system.Am J Clin Pathol. 2005;123:281-287.

* Der von der FDA zugelassene und mit dem CE-Zeichen versehene „digene HPV Test“ ist bei Laboren und Ärzten auch bekannt als „digene HC2 HPV-DNA-Test®“. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem QIAGEN-Produkt, das verschiedene Typen des Virus testet, die allgemein als „Niedrigrisiko-HPV“ bezeichnet werden und nicht in Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs stehen.