Klinische Daten aus der Fachwelt

Der digene HPV Test* zusammen mit einem Pap-Test ist eine effektivere Methode als Zytologie allein, um das Risiko einer Frau für eine Erkrankung oder Krebs des Gebärmutterhalses zu bestimmen. Der Test auf Basis eines signalverstärkten Nukleinsäurenachweises hat sich in Studien, über die in mehr als 300 Publikationen in Fachzeitschriften berichtet wurde, als klinisch wirksam erwiesen. Nachfolgend finden Sie nur einige Stichproben aus der Vielzahl klinischer Informationen, die aus diesen Studien abgeleitet wurden:

  • In einer Finnischen Studie, die das HPV-basierte Primärscreening im Rahmen eines etablierten organisierten Routinevorsorgeprogramms untersucht hat, erwies sich der HPV DNA Test bei der Detektion von CIN III+-Läsionen als sensitiver als die konventionelle Zytologie. Die Anzahl der Fälle von Gebärmutterhalskrebs war gering, angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung des Zustands bei CIN III sind die Erkenntnisse für die Krebsvorsorge jedoch von großer Bedeutung.
    Ahti Anttila et al. Rate of cervical cancer, severe intraepithelial neoplasia, and adenocarcinoma in situ in primary HPV DNA screening with cytology triage: randomised study within organised screening programme, BMJ 2010;340:c1804 online

  • Für einen optimalen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs ist eine HPV-basierte Vorsorge wirksamer als die Zytologie, da sie es ermöglicht, krankhafte Veränderungen der Gebärmutter bereits im Frühstadium zu entdecken, und eine längere Gewissheit bietet, dass keine Erkrankung vorliegt. „Für Frauen ab 35 unterstützen unsere Ergebnisse die Durchführung von HPV-Tests beim Primärscreening mit längeren Intervallen unter Empfehlung einer Zytologie bei Vorliegen einer HPV-Infektion.“ schlossen die Autoren der Studie.
    Ronco, G. et al. Efficacy of human papillomavirus testing for the detection of invasive cervical cancers and cervical intraepithelial neoplasia: a randomised controlled trial. The Lancet Oncology 2010, Vol. 11 No. 3 pp 249-257. online

  • Verglichen mit der Zytologie haben HPV-Tests eine größere Empfindlichkeit für den Nachweis einer zervikalen intraepithelialen Neoplasie. Die Empfindlichkeit der HPV-Tests für CIN Grad 2 oder 3 betrug 94,6 %, wogegen die Zytologie allein nur 55,4 % erreichte. Die Empfindlichkeit bei gemeinsamer Verwendung beider Tests betrug 100 % und die Spezifität 92,5 %.
    Franco, E. et al. Human Papillomavirus DNA versus Papanicolaou Screening Tests for Cervical Cancer. New England Journal of Medicine 2007; 357: 1579-1588.

  • Die Implementierung eines HPV-DNA-Tests in das Zervix-Screening führte zu einer erheblichen Zunahme der Anzahl von Läsionen mit CIN 2/3+, die bereits in der ersten Runde der Vorsorgeuntersuchung festgestellt wurden. In der zweiten Runde wurde kombinierte HPV-DNA- und zytologische Tests bei beiden Studiengruppen verwendet, und es fanden sich signifikant weniger Läsionen mit CIN 2/3+ bei den Frauen, die beide Tests in der ersten Runde erhalten hatten, als in der Kontrollgruppe. Demnach zeigen die Ergebnisse, dass die Implementierung eines HPV-DNA-Tests in das Zervix-Screening zur früheren Erkennung klinisch relevanter zervikaler Läsionen führt.
    Meijer, C. et al. Human papillomavirus DNA testing for the detection of cervical intraepithelial neoplasia grade 3 and cancer: 5-year follow-up of a randomized controlled implementation trial. The Lancet 2007; DOI:10.1016/S0140-6736(07)61450-0.

  • HPV-Tests beim primären Screening und HPV-Impfung gegen die häufigsten Typen können die Inzidenz von invasivem Adenokarzinom reduzieren.
    Castellsague, X. et al. Worldwide Human Papillomavirus Etiology of Cervical Adenocarcinoma and Its Cofactors: Implications for Screening and Prevention. Journal of the National Cancer Institute 2006; 98: 303-315.

  • HPV-Tests sind wesentlich empfindlicher beim Nachweis von CIN 2+ als Zytologie (96,1 % gegenüber 53 %), jedoch weniger spezifisch (90,7 % gegenüber 96,3 %). In dieser Analyse war die Empfindlichkeit von HPV-Tests in allen Studien, die in verschiedenen Regionen von Europa und Nordamerika durchgeführt wurden, ähnlich, wogegen die Empfindlichkeit der Zytologie sehr stark schwankte. Diese Ergebnisse unterstützen die Verwendung eines HPV-Tests als einzigen primären Screeningtest, wobei die Zytologie für Frauen eingesetzt wird, die HPV-positiv getestet werden.
    Cuzick, J. et al. Overview of the European and North American studies on HPV testing in primary cervical cancer screening. International Journal of Cancer 2006; 119: 000-000.

  • Ein HPV-Test allein war bei Frauen von 35–60 Jahren empfindlicher als die konventionelle Zytologie. Eine zusätzliche flüssigkeitsbasierte Zytologie verbesserte die Empfindlichkeit nur marginal und erhöhte gleichzeitig die falsch-positiven Ergebnisse. Ein HPV-Test mit der Hybrid Capture® 2-Technologie von QIAGEN mit einem Cutoff-Wert von 2 pg/ml ist für das primäre Zervixkarzinom-Screening möglicherweise besser geeignet als ein Cutoff von 1 pg/ml.
    Ronco, G. et al. Human Papillomavirus Testing and Liquid-Based Cytology: Results at Recruitment From the New Technologies for Cervical Cancer Randomized Controlled Trial. Journal of the National Cancer Institute 2006; 98: 765 – 74.

  • Da ein HPV-DNA-Test beim Nachweis von CIN 2 und CIN 3 empfindlicher als die Zervix-Zytologie ist, kann Frauen mit negativen Ergebnissen bei beiden Tests versichert werden, dass ihr Risiko für eine nicht festgestellte CIN 2 und CIN 3 oder Zervixkarzinom bei etwa 1:1000 liegt.
    ACOG Practice Bulletin No. 61, "Human Papillomavirus. Clinical Management Guidelines for Obstetrician-Gynecologists." April 2005.

  • Der negative Vorhersagewert von kombinierten HPV-/Pap-Tests beträgt 99,21 % für CIN 3.
    Sherman M.E., et al. Human Papillomavirus Testing, and Risk for Cervical Neoplasia: A 10-Year Cohort Analysis. Journal of the National Cancer Institute, 2003;95:46-52.

  • In einer anderen Studie mit mehr als 11.000 Frauen wurde gezeigt, dass der digene HPV Test zu 97 % empfindlich für CIN 2+ ist, verglichen mit 77 % für konventionelle Pap-Tests mit ASC-US oder abnormalen Ergebnissen. Die Studie dokumentierte auch, dass Frauen, die mit Hochrisiko-HPV infiziert sind und eine normale oder grenzwertige Zytologie aufweisen, mit einem erneuten Test nach 12 Monaten genauso effektiv behandelt werden können wie mit einer sofortigen Kolposkopie.
    Cuzick, J. et al. Management of women who test positive for high-risk types of human papillomavirus: the HART study. The Lancet 2003;362:1871-76.

  • Eine weitere Studie zeigte, dass ein HPV-Test ein empfindlicherer Indikator einer hochgradigen CIN ist als entweder konventionelle oder Flüssigzytologie allein. Screening mit HPV- und Pap-Test bot eine Empfindlichkeit und einen negativen Vorhersagewert von fast 100 %. 21 Prozent der Frauen, die beim digene HPV Test beständig positiv für Hochrisiko-HPV-DNA-Typen waren, wurden innerhalb von 36 Monaten mit CIN 2/3 diagnostiziert, verglichen mit nur 0,08 % der Frauen, die anfänglich HPV-negativ waren.
    Lorincz, A., Richart, R. Human Papillomavirus DNA Testing As An Adjunct To Cytology In Cervical Screening Programs. APLM 2003;127:959-968.

  • Eine Studie an 8466 Frauen, die sich einer routinemäßigen Gebärmutterhalskrebsvorsorge unterzogen, zeigte, dass die Empfindlichkeit des digene HPV-Tests bei gemeinsamer Verwendung mit einem Pap 100 % für den Nachweis von CIN 2+ betrug, während der Pap-Test allein nur 43,5 % erreichte.
    Petry K., et al. Inclusion of HPV testing in routine cervical cancer screening for women above 29 years in Germany: results for 8,466 patients, British Journal of Cancer,2003;88:1570-1577.

  • Bei Frauen mit persistierender HPV-Infektion entsteht mit mehr als 300 Mal höherer Wahrscheinlichkeit eine hochgradige Zervixerkrankung als bei HPV-negativen Frauen.
    Bory J., et al. Recurrent Human Papillomavirus Infection Detected with the Hybrid Capture 2 Assay Selects Women with Normal Cervical Smears at Risk for Developing High Grade Cervical Lesions: A Longitudinal Study of 3,091 Women. Int. J. Cancer, 2002;102:519-525.

  • In einer ASC-US-Population beträgt die Empfindlichkeit des digene HPV-Tests für den Nachweis von hochgradigen Vorstufen und Zervixkarzinom 96 %, verglichen mit 85 % für einen erneuten flüssigkeitsbasierten Pap-Test.
    Solomon D., et al. Comparison of Three Management Strategies for Patients with Atypical Squamous Cells of Undetermined Significance: Baseline Results from a Randomized Trial, J. Nat Cancer Inst, 2001; 93:293-299.

  • Eine Kohortenanalyse von 5671 Frauen über 30 (durchgeführt innerhalb einer größeren Studie mit 7932 Frauen) zeigte, dass die konventionelle Zytologie zu 57 % empfindlich für HSIL war; die Flüssigzytologie war zu 84 % und der digene HPV-Test zu 100 % empfindlich.
    Clavel C., et al. Human Papillomavirus Testing in Primary Screening for the Detection of High-Grade Cervical Lesions: A Study of 7,932 Women. Brit J Cancer, 2001; 89 (12):1616-1623.

  • Hochrisiko-HPV-Typen wurden bei 99,7 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs nachgewiesen, was bestätigt, dass das Virus vorhanden sein muss, damit ein Zervixkarzinom entsteht.
    Walboomers J.M.M., et al. Human Papillomavirus is a Necessary Cause of Invasive Cervical Cancer Worldwide. Journal of Pathology 1999;189:12-19.



* Der von der FDA zugelassene und mit dem CE-Zeichen versehene „digene HPV-Test“ ist bei Laboren und Ärzten auch bekannt als „digene HC2 HPV-DNA-Test®“. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem QIAGEN-Produkt, das verschiedene Typen des Virus testet, die allgemein als „Niedrigrisiko-HPV“ bezeichnet werden und nicht in Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs stehen.